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Thorsten Nagelschmidt

Thorsten Nagelschmidt nannte sich Nagel, eine Zeit lang; es war ein „Kampfname”, sagte er mal. Früher war er Sänger und Gitarrist bei der Rockband Muff Potter und Herausgeber des Punkrock-Fanzines Wasted Paper. Ein Literaturagent, der seine Texte für das Fanzine schätzte, trat an einem Punkt an ihn heran und schlug vor, er solle doch mal ein Buch schreiben. Im Jahr 2007 veröffentlichte er sein Debüt „Wo die wilden Maden graben”. Als er in einem Interview gefragt wurde, wo die wilden Maden denn graben, zeigte er auf seinen Kopf und sagte „Immer hier, immer hier”. 2010 erschien im Heyne Verlag das zweite Buch „Was kostet die Welt”. „Ich war nie die Frontsau”, sagte er mal. „Ich war auch nie der Klassenclown. Ich habe mich auch bei Muff Potter sehr schwer getan mit dieser Frontmann-Rolle. Wenn auf Festivals die Sänger der anderen Bands mit ,Seid ihr alle gut drauf?’ anfingen... Ich hatte da nie Bock drauf.” Als er dann anfing, Lesungen zu geben, stellte er zum ersten Mal fest, dass es ihm ja doch möglich war, ein Publikum auf eine „nicht dumme” Art zu unterhalten. Mittlerweile veranstaltet er in einer Berliner Bar jede Woche eine, nach eigenen Angaben, „Lese- und Labershow” mit dem Namen Nagel mit Köpfen. Im Februar erscheint sein dritter Roman: „Der Abfall der Herzen” ist ein Buch über den Sommer 1999, das Ende eines Jahrhunderts, eines Jahrtausends und wohl auch einer Jugend; ein Buch über Liebe, Freundschaft und Verrat. Seid ihr alle gut drauf?